Damscheider Jugend lud zum Sechs-Stunden-Rennen - Fans kamen sogar aus Osnabrück
DAMSCHEID. Am Wochenende fand die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft auf dem Nürburgring statt. Doch auch im Hunsrück mussten Rennsportfans nicht auf heulende Motoren, quietschende Reifen und den "aromatischen Benzinduft" verzichten. Nicht so groß wie die DTM, aber ebenso spektakulär war das vierte Damscheider Sechs- Stunden-Mofarennen.
Professionell hatte die Damscheider Dorfjugend das Rennen aufgezogen. Boxengassen, Kommentatoren und Streckenreporter sorgten für Rennsport-Ambiente. Schon wenn man das Gelände betrat, konnte man eifrige Mofa-Begeisterte beobachten, die ihren "Lieblingen" mit allen Mitteln der Kunst den letzten Schliff verpassten.
Pünktlich um 13 Uhr fiel am Samstagmittag der Startschuss. Doch schon in der ersten Runde kam es zu Komplikationen. Teilweise mussten die Mofas mit Muskelkraft bewegt werden, weil sie den Hindernissen der Rennstrecke nicht gewachsen waren. Bei einigen Mofas verabschiedete sich der Auspuff während der Fahrt, bei anderen der Fahrer. 19 Fahrerteams nahmen am Rennen teil. Die meisten waren aus dem Hunsrück, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands kamen die Mofa-Freaks nach Damscheid. Carsten Wolter ist mit seinem Team sogar aus Osnabrück angereist. Im Internet wurde er auf das Rennen im Hunsrück aufmerksam. "Es macht uns unglaublichen Spaß, an unseren Maschinen rumzuschrauben und möglichst viele PS aus wenig Hubraum herauszuholen", schwärmte Wolter.
Jedes Team setzte sich aus mindestens zwei Fahrern zusammen, die sich während des Rennens gegenseitig abwechselten. Gewonnen hatte am Ende das Team, das nach sechs Stunden die meisten Parcours-Runden gefahren hatte. Es wurde besonders darauf geachtet, dass die umgebauten Mofas die Umwelt nicht unnötig durch abgeschraubte Schalldämpfer im Auspuff oder einen defekten Motor belasteten.
Am Samstagabend wurden die Gewinner bekannt gegeben und mit Pokalen ausgezeichnet. Marco und Michael Blatt aus Damscheid standen mit ihrem Team "Schwarz" ganz oben auf dem Siegertreppchen. Horst, Christian und Tony Rosner, ebenfalls aus Damscheid, belegten den zweiten Platz und das Team "Was geht" aus Wiebelsheim wurde Dritter. Anschließend feierten die Rennfahrer und ihre Fans mit regional bekannten Rockbands bis in den frühen Sonntagmorgen. Die Einnahmen von rund 1500 Euro investierte die Damscheider Dorfjugend in den Jugendraum. Christian Seibel






